Die Glocken


Als am 10. Juli 1988 der festliche Zug sich vom alten Schulhaus zur neuen Kirche hinbewegte, rief die 1950 gegossene alte Dorfglocke, die bis dato auf dem Friedhof stand, vom neuen Turm mit ihrer dünnen Stimme der großen Gemeinde ihren Willkommensgruß zu. Im folgenden Jahr 1989 entdeckte der Ortspfarrer im alten Dreschmaschinenschuppen in Käshofen die frühere Schulglocke des Ortes, eine ebenfalls 1950 gegossene Bochumer UntermolI-Sext-Gußstahlglocke mit dem Ton h' und dem Unterton d'. Käshofen gab die nicht mehr benötigte Glocke als Dauerleihgabe nach Mörsbach ab. Zum 175. Jubiläum der pfälzischen Kirchenunion wurde 1993 die Dorfglocke von Mörsbach durch eine tonreine e"-UntermoII-Sext-Glocke aus Bronze ersetzt. Sie hat den Nebenton g' und dient als Taufglocke. 1996 stiftete Pfr. Dr. Bonkhoff die Vaterunserglocke‚ in Dur-Rippe ebenfalls in Karlsruhe gegossen, mit dem Ton g" und der Durterz h". Die kleine Kreuzglocke wurde 1961 von Causard in Colmar gegossen. Sie ist eine Moll-Oktavglocke h" und hat als Nebenton d"'.

 

Die vier Glocken bilden das klanghöchste Geläute der Stadt Zweibrücken, ein interessantes. gewachsenes Ensemble von melodischem Gesamtklang. Die UntermoII-Sexte der großen Ewigkeitsglocke d' entspricht der Mollterz d"' der kleinsten Glocke. Zusammen mit der Untermoll-Sexte der Taufglocke bilden die beiden größeren Glocken die oberen vier Gitarrensaiten klanglich ab. Der Unterton der Taufglocke e" entspricht dem Schlagton g" der Betglocke. Deren Durterz h" entspricht dem Schlagton der Kreuzglocke. Der Glockenstuhl für die vier Glocken wurde 1988 mit eingebaut. Seit dem Jahresfest 1995 besitzt die Mörsbacher Kirche eine eigene Turmuhr. Der Viertelstundenschlag erfolgt auf die beiden mittleren Glocken g" und e", der Stundenschlag auf die große Glocke h'.